My other friends
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My other friends

Sommersemester 2009

 

face tracking, group photo, social community

 

Die Web-Anwendung „My Other Friends“ bringt die Profilbilder der eigenen Facebook Freunde zu einem generierten Gruppenbild zusammen. Damit findet in erster Linie eine Ironisierung des in Sozialen Web 2.0 Netzwerken neu definierten Begriffs „Freunde“ statt.

In Netzwerken, wie Myspace, Studivz und Facebook kommt es häufig zu einer großen Zahl an Bekanntschaften, durchschnittlich besitzen Facebook Nutzer ca. 150 virtuelle Freunde. Ohne physischen, unmittelbaren Face-to-Face-Kontakt ist das Knüpfen von Kontakten leicht und eher unbefangen, der soziale Status z.B. wird dabei nicht sichtbar. Forschungsarbeiten zu dem Thema zeigen, das die vielen technischen Möglichkeiten es zwar erleichtern Beziehungen zu pflegen, doch wird diesen dadurch meist ein geringerer Wert beigemessen. Das gesammelte Freunde-Netzwerk gleicht dabei eher einer Baumstruktur, meist befinden sich gleich mehrere unterschiedliche Bekanntschaftskreise darunter. Häufig kommt hinzu das als „Freund“ getaggte Personen keine persönliche Verbindung zu der Person besitzen, Studien belegen hier unterschiedliche Nutzerverhalten. Die Webanwendung „My other Friends“ transferiert die Freunde des Facebook Nutzers in ein gemeinsames Gruppenbild und entwickelt dadurch einen absurden Moment. Die Aufnahme eines Gruppenbildes dokumentiert in der Regel die Zusammengehörigkeit einer Gemeinschaft, die gemeinsame Aktivität oder Soziale Verbindung wird durch physische Nähe Inszeniert festgehalten.

„My Other Friends“ inszeniert vermeintlich enge Beziehungen der eigenen Internet Bekanntschaften und regt zur Reflektion an, Utopie und Wirklichkeit verschmelzen in einem gemeinsamen Gruppenbild.